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2009-09-18

Daniel Meteo, New Album "Working Class" (Shitkatapult)


Der Titel des zweiten Soloalbums "Working Class" von Berlins Hans Dampf in allen Gossen Daniel Meteo irritiert beim Hören: Irgendwo zwischen House und Electronica liefert der Autor dieser elf Stücke eher eine Art Gemälde, das schwer, dunkel, und tief wirkt. Alles andere als musikalischer Fordismus eben. Dazu kommt, dass "Working Class" altmodisch und bourgeois klingt, teils auf eine Moodymanneske Weise. Daniel Meteo ist bestimmt nicht der Typ, der irgendwelchen Trends hinterher läuft, geschweige denn versucht welche zu erzeugen. Dadurch setzt er sich eine Stufe höher und offeriert mit seinem zeitlosen Werk die Antwort auf den momentanen Minimaldeephousehype. Das zeugt von wahrer Größe und guter Selbsteinschätzung. Alles andere war auch nicht zu erwarten.

Trackliste:

1. The Beat Of The Heart
2. Return Of The Pure
3. Charlie
4. Working Class
5. On The Corner
6. Grace
7. Signals
8. In The Mood
9. Schön feddich
10. Reclam
11. Opener

Daniel Meteo, New Album "Working Class" (Shitkatapult) VÖ 2009 - 10 - 02


2009-09-16

Seth Troxler - Panic, Stop... Repeat (Spectral Sound)




Niemand kommt momentan an Seth Troxler vorbei - steht er doch für die nächste Generation der Detroit-Techno Bewegung in Sachen Deepness. Seitdem seine Homebase Wolf+Lamb bei Ghostly International ist, lässt es sich auf dem Label, besser gesagt auf dem Sublabel Spectral Sound auch leicht releasen. Mit "Panic, Stop... Repeat" erhält man auch gleich den vorab erschienen Geheimtipp "Hurt", der gemeinsam mit Mastermind Matthew Dear aka Audion enstanden ist. Ganz schön deep und sexy wie man es von Seth Troxler halt gewohnt ist. Der Titeltrack klingt mechanischer mit seiner simplen Bassline und diesem oldschool-sci-fi Synth. Der Paco Osuna Remix schlägt eine housigere Richtung ein, die an die Tiefe des Originals aber nicht herankommt. Die "Sleepover Beats" Version von "Panic, Stop... Repeat" schlängelt sich gekonnt um das gehauchte Gestöne und die Synthline über dem Drumloop ist der Lift auf Wolke sieben.

Trackliste:
01 Panic, Stop, Repeat (Original Mix)
02 Hurt feat. Matthew Dear
03 Panic, Stop, Repeat (Paco Osuna Remix)
04 Panic, Stop, Repeat (Sleepover Beats)

Seth Troxler - "Panic, Stop... Repeat" - VÖ - 2009 - 09 - 15


2009-09-15

Fuckpony, New Album "Let The Love Flow" (Bpitch Control)



Wer sonst als Jay Haze sollte sich hinter einem Alter Ego wie Fuckpony verstecken. Sein erstes Album unter diesem Synonym erschien noch auf Get Physical; “Let The Love Flow“ nun auf Bpitch Control, was sowohl ihm als auch seinem neuen Werk besser steht. In Zeiten, wo hinter jeder Ecke einer „Jack“ brüllt, tut es gut, wenn jemand House als Futurismus und Chicago samt Herz definiert. Was passagenweise nach kitschigem Mädchentech klingt, ist die feminine, einfühlsame Seite von Jay Haze, von der er aus die gesamte Leidenschaft seines Schaffens zu Tage fördert: Jeder Sound wurde vom umtriebigen Haze selbst eingespielt. Seine Handschrift ist klar erkennbar, wenn auch ungewöhnlicher als sonst, wie man an den Melodien und Synthlines erhören kann. Ein Album für verliebte Raver und ravende Verliebte für die private Afterhour.

Trackliste:

01 R U Feeling Abroad
02 I'm Burning Inside
03 I know It Happend (feat. Chela Simone)
04 Real Love Is Forever
05 Orgasm On The Dancefloor
06 Fall Into Me (feat. Chela Simone And Laila Tov)
07 A Pills Medley
08 You Can't Touch But Feel Free To Look
09 Always Sunday
10 Let The Love Flow

Fuckpony, New Album "Let The Love Flow" (Bpitch Control) VÖ - 2009 - 10 - 23


video

Matias Aguayo, New Album "Ay, Ay, Ay" (Kompakt)


Nach den Projekten Broke und Closer Musik, seinem Debutalbum "Are You Really Lost" und zwei 12" auch Souljazz kehrt Matias Aguayo zurück zu Kompakt. Das Album "Ay, Ay, Ay" ist eine Mixture aus popaffinen Tracks mit dem Gefühl des Spätsommers in Buenos Aires, wo ein Teil der Stücke aufgenommen wurde (der Rest in Paris und Santiago de Chile). Matias stammt ürsprünglich aus Chile und lässt dies auch auf "Ay, Ay, Ay" hörbar einfließen, aber völlig anders als ein Luciano oder Mademoiselle Dinky es mit ihren letzten Alben taten: Zurückhaltend, relaxt mit einem angedeuteten Augenzwinkern. Besonders auffallend ist, dass Aguayo sehr viel mit seiner eigenen Stimme arbeitet und diese gekonnt einbaut. Kein Wunder, dass er schon als der nächste Gui Boratto gehandelt wird.

Trackliste:

01 Menta Latte
02 Ritmo Tres
03 Rollerskate
04 Desde Rusia
05 Ritmo Juarez
06 Koro Koro
07 Mucho Viento
08 AY AY AY
09 Ay Shit – The Master
10 Me Vuelvo Loca
11 Juanita

Matias Aguayo, New Album "Ay, Ay, Ay" (Kompakt) VÖ 2009 - 10 - 26